LED-Beleuchtung

Als Beleuchtungslösung kommen ausschließlich LED-Stripes des Herstellers Nenonica zum Einsatz.

Ich greife hier auf LED-Streifen aus europäischer Produktion zurück. Jeder LED Streifen hat eine zugehörige Dokumentation, im Gegensatz zu billigsten Konkurrenzprodukten aus Fernost die nur einen Bruchteil kosten. In der Küche kommen drei verschiedene Typen von LED-Stripes zum Einsatz:

  • 3538 – 300, CRI > 90, 4,8W/m, 300 lm/m – Sockelbeleuchtung und für Vitrinen
  • 5730 – 300 CRI > 90, 15,4W/m, 1690 lm/m – Beleuchtung aller Arbeitsplatten (unterhalb Wandboard, Kaminhaube und Wandschränken installiert)
  • 5630 – 300, Samsung LEDs, 15,6W/m, 2350 lm/m – Hauptraumbeleuchtung an der Decke

Die LED-Stripes werden in Aluminium Profile installiert, welche speziell dafür vorgesehen sind. Die eloxierten Alu-Profile erfüllen nicht nur höchste ästhetische Ansprüche (selbst wenn sie aufgrund der indirekten Lichtinstallation so gut wie nie zu sehen sind), sie haben einen praktischen Nutzen: sie schützen zum einen die Stripes vor mechanischen Einflüssen und zum anderen dienen sie als passives Kühlelement. Es gibt sie in vielen Varianten und es gibt je nach Typ jedes erdenkliche Zubehör wie Abdeckkappen, Profilverbinder, Seilabhängungen etc.. Meine zwei Favoriten sind die Profile vom Typ SK und Typ S. Typ S ist ein sehr preiswertes Profil und kommt etwa für die Sockelbeleuchtung zum Einsatz. Typ Sk gibt es mit hochwertigen Abdeckungen, zudem ist die Abdeck leicht einklipsbar. Es ist schmal und sehr ästhetisch. An der der Decke kommt ein Profil vom Typ GIZA zum Einsatz. Dieses Profil ist etwas breiter und kann theoretisch auch zwei LED-Stripes nebeneinander aufnehmen. Aufgrund der etwas größeren Breite streut es das Licht als Deckenprofil besser als ein schmales Profil. Da ein Reststück von der Deckeninstallation vorhanden war kommt dieses Profil auch im Vitrinenunterschrank zum Einsatz.

Je nach Typ and Montagesituation werden die Profile entweder mittels kleinen Senkkopfschrauben verschraubt (dann werden vorher Bohrungen in die Profile erstellt und die Bohrungen angesenkt – meine favorisierte Montagevariante), geklebt oder mittels Befestigungsclipsen eingeklipst (dann haben die Profile einen Abstand zum Untergrund, wo man es sehen kann ist diese Montageart nicht besonders ästhetisch, bei den Sockelprofilen aber praktisch).

Vorneweg kann ich sagen, dass die LED-Installation viel heller ist als ich jemals gedacht hätte. Die LED-Stripes ersetzen vollwertig herkömmliche Beleuchtungslösungen. Die Beleuchtungssituation in der Küche ist voll aufgedimmt viel zu hell. Insbesondere die Deckenbeleuchtung ist so gut wie nie im Einsatz da sie ein sehr helles Licht Marke „Lichtschwert“ produziert. Das war aber mehr oder weniger von vornherein klar, die Beleuchtung dient eher als „Putzbeleuchtung“ um jeden Krümmel finden zu können. Bevorzugt sind immer die indirekten Beleuchtungslösungen im Einsatz und sie sind auch mehr als ausreichend hell.

Wer es genau wissen möchte nimmt ein Lux-Meter und misst die Beleuchtungsstärke in Abhängigkeit vom Abstand zur Lichtquelle nach. Die DIN EN 12464-1 empfiehlt etwa für Tätigkeiten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux für das schneiden von Obst und Gemüse und eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux bei der Herstellung von Feinkost-Nahrungsmitteln und allgemeinen Küchenarbeiten. Die Werte beziehen sich auf eine Höhe von 0,85 m vom Boden aus, also etwa Arbeitsplattenhöhe. Hat Ihr Küchenmonteur schon mal nachgemessen?

Die Beleuchtung des Wandboards alleine bringt es in der Mitte der Arbeitsplatte auf 541 Lux, am Rand der Arbeitsplatte sind es 216 Lux, da das schmale Board hier selbst das Licht abschattet.

Am Übergang zwischen der Beleuchtung des Wandboards und der Beleuchtung der Kaminhaube werden bei voll aufgedimmten LED-Streifen 600 Lux gemessen. Werden die vier 1 Watt LED-Spots der Lüfterbausteine noch dazugeschaltet sind es 647 Lux (auf der Oberfläche des Kochfeld sind die geschalteten Beleuchtungen als Reflexion erkennbar).

In der Mitte des Kochfeldes ergibt sich eine Lichtstärke von 668 Lux, direkt daneben sind es 613 Lux.

Die Arbeitsfläche links neben dem Spülstein bringt es auf 767 Lux. Das hängt damit zusammen da die Wandschränke, an deren Unterseite das LED-Profil installtiert ist, einen Abstand von 58cm zur Arbeitsplatte haben. Die Kaminhaube und das Wandboard haben 82cm Abstand.

 

Licht ist also in ausreichendem Maße vorhanden 🙂 Mittels der Dimmfunktion kann die Beleuchtungsstärke komfortabel auf die jeweilige Situation angepasst werden.

Das Gesamtbild der Beleuchtung:

 

 

Ich empfehle LED Strips aus europäischer Produktion des Herstellers Neonica: https://neonica.eu/